Aktuell zu meinem Buch

In der Demokratie gibt es eine Pflicht,
die allen anderen vorgeht:
Nämlich zu sagen, was ist!

Tops & Flops

Unser traditionsreiches Reichstagsgebäude in Berlin:
DEM DEUTSCHEN VOLKE GEWIDMET! Und überall sieht man auch die „Raute der Macht“: Die CDU wirbt unter dem Motto „In guten Händen“ großflächig mit der typischen Handhaltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kontakt: Desiderius-Erasmus-Stiftung e.V.,
Unter den Linden 21, 10117 Berlin,
www.erasmus-stiftung.de, info@erasmus-stiftung.de

Magazin Faktum
Klartext in der
neuen Ausgabe

„Der Zustand der
Bundeswehr ist
besorgniserregend!“

Die Bundeswehr ist nach dem Ende des Kalten Krieges ein Sorgenkind der deutschen Politik. Sie wird zwar als notwendig erachtet, doch von der Politik miserabel behandelt. Dennoch wird der Bundeswehr von den Konservativen eine entscheidende Rolle als Garant der nationalen Souveränität zugeschrieben. Es ist begrüßenswert, dass die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung der Armee eine neue Ausgabe ihres Magazins Faktum widmet.

„Faktum setzt sich mit Vergangenheit, Gegenwart sowie den Erfordernissen für eine Bundeswehr mit Zukunft auseinander. Denn eines ist gewiss: so darf es nicht weitergehen“, meint Stiftungs-Vorsitzende Erika Steinbach im Editorial. Der Titel „Die Bundeswehr zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ verrät, dass die sechs Aufsätze von fachkundigen Autoren stammen, allesamt Offiziere der Bundeswehr. „Der derzeitige Zustand der Bundeswehr ist besorgniserregend“, klagt Ex-Generalleutnant Joachim Wundrak, AfD-Spitzenkandidat in Niedersachsen für die Bundestagswahl. Besonders kritisch bewertet Wundrak den Ausverkauf der nationalen Rüstungsindustrie: „Das Geltungsbedürfnis von Politikern oder humanitäre Gefühlsduselei darf nicht Maßstab für den Einsatz von Militär sein.“

Für einen Kurswechsel in der Sicherheitspolitik plädiert Georg Pazderski, Ex-Oberst und Fraktionschef der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus. Seinen Beitrag „Wege aus der Krise“ dokumentiert er mit Grafiken und Tabellen. Und Gerold Otten  (MdB, Oberst d. R.), der eine Wiedereinführung der Wehrpflicht fordert, skizziert die verteidigungspolitischen Konzepte der sechs größten deutschen Parteien. Ebenso hochaktuell der Aufsatz des Reserveoffiziers und Rüstungsmanagers Otmar Schultheis, der eine vernichtende Bundeswehrbilanz zieht. Vor allem wehrt sich Schultheis gegen die scheinbare Problematik „Rechtsradikalität in der Bundeswehr“, die seiner Meinung nach überhöht ist.

„Das Themenheft der Erasmus-Stiftung zur Bundeswehr zeigt anschaulich, wie wichtig politische Stiftungen sind, um sachpolitische Diskussionen anzustoßen, die im Idealfall irgendwann in praktische Politik umgesetzt werden“, meint Vorsitzende Erika Steinbach. „Deshalb wollen wir Schritt um Schritt alle Säulen unserer Stiftungsarbeit mit viel Leben erfüllen.“ Eine dritte Faktum-Ausgabe für Januar 2021 ist bereits fertiggestellt. Sie wird die „Gründung des deutschen Reiches am 18. Januar 1871“, also vor 150 Jahren, nicht nur ausleuchten, sondern auch die Folgen bis zum heutigen Tag darstellen.   


Würdiger Namensgeber der Stiftung:
Desiderius Erasmus von Rotterdam
(1465/6 – 1536), nach einer Miniatur von Hans Holbein d. J.

Desiderius Erasmus von Rotterdam

Humanist, Theologe und kritischer Gelehrter
(„Über die Freiheit des Willens“)

Widerwillig ging der Jüngling ins Augustiner-Kloster, hatte sich aber dort für das Studium alter Sprachen begeistert. Sein Leben lang war Desiderius Erasmus von Rotterdam (1465/6 – 1536) ein Suchender nach der Wahrheit. In einer Zeit, die gebieterisch Entscheidungen nach rechts oder links verlangte, verschanzte sich Erasmus hinter der weisen Mäßigung, die er bei antiken Klassikern lernte. Der kritische Freigeist geißelte das Klosterleben als naturwidrig, wollte den Schulunterricht aus starren Fesseln befreien.

Seine geistvollen Schriften („Lob der Torheit“) und seine fein stilisierten Briefe genossen europäische Berühmtheit. In der religiösen Bewegung nahm Erasmus, der geistig-gedanklich zur Reformation beitrug, eine vermittelnde Stellung zu den reformatorischen Bestrebungen ein. Sein Streit mit Luther („Über die Freiheit des Willens“) führte zur Trennung von Reformation und Humanismus. Er selbst suchte ein freies, vernunftgemäßes Christentum. Über die Streitereien dieser Welt stellte er die sittliche Erziehung und die Versöhnlichkeit. Forderungen, die heute wieder überall aufgestellt werden. Desiderius Erasmus, ein wertkonservativer Europäer: In Holland geboren, in England gelehrt, in Deutschland gestritten, seit 1521 meist in Basel, dort auch gestorben.

Kontakt: www.tumult-magazine.net, das Einzelheft kostet 10 Euro, ein Jahresabo
40 Euro. Die Zeitschrift ist erhältlich in den Presseshops der Bahnhöfe und Flughäfen sowie gut sortierten Buchläden.  

Alternativer Lese-Tipp
Aktuelle Ausgabe TUMULT

AfD braucht neue eigene
Wort-Begriffe, um gegnerische
„Blendwerke“ zu entzaubern

Diese 112-Seiten-Ausgabe von „TUMULT“, der Vierteljahresschrift für Konsensstörung, hat es in sich: „Die AfD lässt sich von sogenannten ‚Blindbegriffen‘ wie ‚demokratiefeindlich‘ oder ‚menschenverachtend‘ irritieren, die von Lücken-Medien benutzt, doch so gut wie nie aufgeklärt werden“, meint Herausgeber Frank Böckelmann. Daher schlägt er vor, dass die AfD neue eigene Worte brauche, um diesen „Blindbegriffen“ standzuhalten. Seine Vorschläge: „Volkssouveränität, Opferbereitschaft, politische Gründung Europas in gemeinsamer Gegenwehr, Rückkehr ins Naheliegende: Selbstversorgung, Selbstschutz mit Naturschutz, Verpflichtung zur Dankbarkeit gegenüber dem kulturellen Erbe.“

Lesenswert das Aufmacher-Thema von Baal Müller: „Verdachtssplitter“, das Gutachten des Verfassungsschutzes zur AfD näher betrachtet. „Warum Dummheit funktioniert“, erklärt Peter J. Brenner damit, dass „die Frage nach der Wahrheit in der Politik nur begrenzten Platz hat“. Weitere Beiträge „Die Welt als Wahn und Vorstellung“, „Wir sind ein Volk!, Möglichkeiten einer sozialen Heilung nach dem Ende der Ära Merkel“ oder „Mordsache Mensch, ein Indizienprozess“.


Gespräch in Berlin: Fraktionsvorsitzender
Dr. Alexander Gauland empfing den Journalisten Peter Hain in seinem Büro im Jakob-Kaiser-Haus. Es ging um Gaulands neues Buch „Nation, Populismus, Nachhaltigkeit“ (Verlag Antaios)

Was den Streit vergiftet

„Die Argumente
des politischen Gegners
als unmoralisch zu brandmarken“

Bei meinem Besuch in Berlin sprach der Ehrenvorsitzende auch mit mir über die Gefahren für unsere Verfassung. Schon damals sagte mir Alexander Gauland: „Nicht der Streit ist die Gefahr für unsere Verfassung, für die Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhang. Nein, die Gefahr sind selbsternannte „Demokraten“, die die Opposition verstummen lassen wollen. Was neu ist, ist der Versuch, das Argument des politischen Gegners als unmoralisch zu brandmarken. Das vergiftet den Streit und die Beziehungen.“ Später veröffentlichte der Fraktionschef im Bundestag all das in seinem Aufruf „Gemeinsam für das Grundgesetz“, der in der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht wurde.

Die Meinungsfreiheit
der sogenannten „Qualitäts-Zeitungen“

Die AfD wollte diese AfD-Initiative auch in anderen Publikationen veröffentlichen. Wohlgemerkt, als bezahlte Anzeige. Doch Gaulands Aufruf durfte in FAZ, WELT, Spiegel, Handelsblatt und Focus nicht erscheinen. Diese sogenannten „Qualitäts-Zeitungen“ haben ihre ganz spezielle politische Meinungsfreiheit. Sie jammern in der Corona-Krise über bis zu 80 Prozent Anzeigen-Verluste, doch eine Anzeige einer von fast 6 Millionen Bürgern gewählten Oppositionspartei darf auf keinen Fall veröffentlicht werden.

Hans-Jürgen Wünschel:
Lebendige Pfalz, United bc Verlag,
Berlin 2020, broschiert, 19,90 Euro  

Aktuelle Rezension „Lebendige Pfalz“

265 Seiten Sprengstoff
von Hans-Jürgen Wünschel

Der Historiker Dr. Hans-Jürgen Wünschel erinnert an Personen, die in seiner Heimat Pfalz geboren wurden oder „deren Denken und Taten die Pfälzer in den letzten 200 Jahren maßgeblich beeinflusst haben“. Der geborene Pfälzer Wünschel, Jahrgang 1942, ist für seine Courage bekannt: So schildert er in einem neuen Buch, wie eine Ex-Sekretärin beim Reichsführer SS nach 1945 Ehrenbürgerin einer pfälzischen Stadt wurde, wie man jüdische Mitbürger in der NS-Diktatur verfolgte.

Hochinteressant: Maria Salomea Schweppenhäuser (1755-1833) aus der Nähe von Bergzabern ist die Ahnfrau des englischen Kronprinzen Charles. Und Wünschel erinnert auch an den Neustadter Studienrat Albert Fink, den Vater unserer heutigen Nationalhymne. Wünschel schildert zahlreiche Dramen und Schicksale, auch das von Trump, dessen Familie aus dem pfälzischen Kallstadt bei Bad Dürkheim stammt. Biografische Skizzen, die 265 Seiten Sprengstoff sind. Unbedingt lesen!

Die Hauptinitiatoren Siebenpfeiffer und Wirth von 1832 nannten das Hambacher Fest das „Nationalfest der Deutschen“. Mit dem „Neuen Hambacher Fest“ knüpfen seit 2018 Bürgerinnen und Bürger an die demokratischen und patriotischen Traditionen an. Dazu auch Infos in meinem Buch „Die AfD-Story“, Kapitel 14: „Das Neue Hambacher Fest, hinauf, Patrioten! Zum Schloss, zum Schloss!“

3. „Neues Hambacher Fest“
Zivilcourage-Preis 2020
für Vera Lengsfeld

„Die Freiheit, die man sich nimmt, ist von unwiderstehlichem Reiz und tut unendlich gut“, sagte die Publizistin Vera Lengsfeld in ihrer Dankesrede, als sie von dem Anlageexperten Max Otte für ihr Lebenswerk mit dem „Zivilcourage-Preis 2020“ geehrt wurde. Bereits zum dritten Mal hatte Prof. Dr. Max Otte zum „Neuen Hambacher Fest“ auf das Hambacher Schloss im pfälzischen Neustadt geladen. Coronabedingt war die Veranstaltung auf 72 Gäste beschränkt. „Mit dem Fest sollen, anknüpfend an die Patrioten-Kundgebung von 1832, Freiheit, Demokratie und die deutschen Nationalfarben schwarz-rot-gold gefeiert werden“, so Otte, der sein Hambacher Fest als Marke patentieren ließ.

Zur Person

Vera Lengsfeld, Jahrgang 1952, ist Politikerin und freie Publizistin. Als Bürgerrechtlerin in der DDR aktiv, Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und von 1990 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie gehörte zu den ersten Unterzeichnern der „Gemeinsamen Erklärung 2018“, die gegen die illegale Masseneinwanderung protestierte. Ihre gesamte Dankesrede auf ihrem eigenen Blog: vera-lengsfeld.de

Alternative Zeitschrift
von kritischen Denkern

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Treffen in Bonn: Loki Schmidt (+2010) im Gespräch mit Reporter Peter Hain. Ende 1974 unterstützte ich die Kanzlergattin bei Rettungsaktionen für gefährdete Orchideen

„In der Krise
bewahrt sich Charakter“

Was war die SPD früher für eine starke Partei. Ich gestehe, dass ich sie sogar mal wählte. Da gab’s ja auch noch einen Kanzler Helmut Schmidt, den führungsstarken Krisenmanager (Sturmflut, RAF, Nachrüstung). „In der Krise bewahrt sich Charakter“, so ein Schmidt-Zitat. Bei meinen Besuchen im Bonner Kanzlerbungalow sagte mir damals seine Gattin Loki Schmidt: „Hoffnung? Das ist ein Gebot, dem Politiker nicht ausweichen dürfen!“  Das habe ich mir auch als Journalist zu eigen gemacht.

Holz-Mafia, Goldgräber,
Feuer-Inferno – und jetzt noch Corona!

Meine Indianerfreunde
in großer Lebensgefahr

Die Corona-Pandemie bedroht Brasiliens Ureinwohner. Von der Ausbreitung des Virus sind bereits 38 indigene Völker betroffen, meldet die Vereinigung der Ureinwohner APIB. Das Virus erreicht mit „beängstigender Geschwindigkeit“ alle Gebiete der indigenen Völker. So haben sich schon mehr als 880 Indianer mit dem Virus angesteckt. 122 sind bereits an den Folgen gestorben. Auch die Kayapos, meine indianischen Freunde in Amazonien, beklagen immer mehr Opfer.

Ich habe eine besondere Verbindung zum Regenwald in Amazonien, denn dort lebt mein Freund Payé, der Häuptling der Kayapos. Im Herbst 1988 besuchte ich in Brasilien als Reporter seine Heimat am Rio Xingu, blieb einige Wochen bei dem Stamm (Foto unten). Schon damals wurden die indigenen Völker Brasiliens vom Großgrundbesitzern aus ihrem Lebensraum vertrieben und man legte riesige Waldbrände. Häuptling Payé protestierte gegen den Landraub, wurde von Killern (Pistoleiros) gejagt. Der mutige Häuptling wollte nicht emigrieren, nicht irgendwo Asyl beantragen, sondern seine Heimat schützen, gegen die Eindringlinge verteidigen und seine indianische Identität bewahren. Nachdem er und sein Stamm monatelang im Regenwald verschwunden waren, tauchten sie jetzt wieder auf. Doch mit dem Virus drohen neue tödliche Gefahren.

Im Oktober 1988 am Rio Xingu: Reporter Peter Hain im Gespräch mit Häuptling Payé, der seine Tochter Chica im Arm hält