In der Demokratie gibt es eine Pflicht, die allem anderen vorgeht: Nämlich zu sagen, was ist!

„Sommerwind“ Original gemalt von dem Mundmaler Roberto Zomero (mfk-verlag.de)

Zitat zur Zeit

„Das Besondere und Einzigartige des
Fußballspiels besteht eben darin, dass es,
da es letztlich eine ins Spielhafte übertragene,
erhöhte und verdichtete Lebenswirklichkeit,
eine Lebenswirklichkeit im Brennspiegel ist,
von der ersten bis zur letzten Minute
Beziehungen zur Alltagswirklichkeit herstellt.“

Helmut Schön (+1996), Bundestrainer,
Europameister 1972, Weltmeister 1974

Das Buch „Der Fan, der Fritz Walter weinen sah. Glanz und Elend der Fußballnation. Ein Politikum“ (Selbstverlag, independently published) ist erhältlich in guten Buchläden und Buchdiensten. ISBN: 978-3-00-078270-1, 256 Seiten, 30 Abbildungen, 22 Euro

Das Buch zur Heim-EM

Typen, Tragödien, Schicksale
Fußball, das pralle Leben!

Themen des Buches: Übergier zerstört den Sport, Fußball – ein Spiegel der Gesellschaft, Kicker-Literatur, der Untergang des DDR-Fußballs, Aufstand der Wutfans. Auch eine dramatische Zeitreise, geschrieben von dem Zeitzeugen und Sportjournalisten Peter Hain. Als 13-Jähriger entdeckte er seine Liebe zum Fußball, sah 1954 das WM-Finale im Schwarz-Weiß-Fernsehen. Der Fußball gibt alle nur denkbaren Themen her: Typen, Tragödien, Schicksale – eben das pralle Leben! Die leidenschaftlichsten Geschichten gehen von diesem Sport aus. Nicht nur ein Fußballbuch: Hain lernte Fritz Walter kennen, den Kapitän für Deutschland. Der Fritz, auch ein Vorbild für Heimattreue. „Ein Buch für alle Menschen, die trotz aller Krisen den Fußball noch immer lieben“, sagt Hain, der Fan, der Fritz Walter weinen sah …

Forum

Leserstimmen zum Buch

„Bei meinem Großonkel Karl Wünschel absolvierte Fritz Walter eine Banklehre“ 

Nach dem historischen Werk „Der Ritter des Zorns – Franz von Sickingen“  veröffentlichte Peter Hain jetzt ein neues liebevoll-kritisches Buch  über Geschichte und Gegenwart des deutschen Fußballs. Eingebettet ist diese Beschreibung in mahnende Worte über den Lauf der Gesellschaft und Politik. Spannend erzählt der Autor  über Spieler, Trainer, Fans, Schriftsteller und Journalisten. Er beschreibt auch Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Nationalmannschaft, die er selbst erlebte. Als Pfälzer liegt sein Augenmerk auf dem Jahrhundert-Fußballer Fritz Walter. Ein ewiges Vorbild aus Kaiserslautern, wo ich oft in den Ferien bei meiner Oma weilte. Sie ging damals auch mit mir zur Sparkasse. Ich  wusste nicht, dass ihr Vorstand nach 1945  Finanzchef des 1. FC-Kaiserslautern und ein Onkel meines Vaters war: Karl Wünschel. Seine Sparkasse bleibt für immer mit Fritz Walter verbunden, denn der Fritz absolvierte dort eine Banklehre.
Aufrüttelnd die Worte des Autors, dass die „schönste Nebensache der Welt“ nicht in Gier und Kommerz verkommen soll, sondern die Freude am Spielen bei allen Menschen überwiegen möge. Ein notwendiges, mutiges und informatives  Buch vor der Fußball-EM in unserem schönen Land. Bestseller-verdächtig!
Dr. Hans-Jürgen Wünschel, Maxdorf

„Viele schlesische Fußballstars und ausgestopfte alte Socken als Bälle“

Peter Hain ist ein Fußball-Enthusiast, er kennt sich aus. Schon als 13-Jähriger entdecke er seine Liebe zum Fußball, spielte selber und berichtete später als Sportjournalist. Ambitioniert schreibt er über seine vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Fußball und der Fußballnation Deutschland. Und er leidet regelrecht darunter, dass der DFB „in der tiefsten sportlichen Krise seiner Geschichte“ steckt. „Wir wärmen uns an den alten Erfolgen der Fußballer“, zitiert er einen Fan, „um die schreckliche Gegenwart mit den vielen Niederlagen zu vergessen.“ Er zieht eine Parallele zur gegenwärtigen Politik – dem kann ich voll zustimmen.
Sehr verdienstvoll ist, dass Peter Hain (geboren in Breslau), über Schlesien als einstige Hochburg des deutschen Fußballs schreibt und einige Namen schlesischer Spieler von früher nennt, zum Beispiel Reinhard (Schalli) Schaletzki, der vor dem Zweiten Weltkrieg der deutschen Nationalmannschaft angehörte. In jüngerer Zeit waren es dann der Kattowitzer Ernst Willimowski, Miroslaw Klose, geboren in Oppeln, Lukas Podolski, geboren in Gleiwitz oder Michael Ballack, geboren in Görlitz.
Auch meine Erinnerungen gehen manchmal in die Kindheit in Schlesien zurück. Bei uns auf dem Hof in Gleiwitz spielten die Jungs Fußball mit einem ausgestopften alten Socken (für einen richtigen Ball fehlte das Geld), und ich schaute zu.
Dr. Wolfgang Bittner, Göttingen

Ein-Seiten-Interview in Neue Presse
in Coburg/Hassberge, 6. Juni 2024,
www.np-coburg.de

Was läuft schief
in Fußball-Deutschland?

Rezension in der JUNGEN FREIHEIT Nr. 25/24,
Seite 21 Literatur / Rubrik „Frisch gepresst“

Ausstellungen, Personen, Termine

Eingerahmt von Fußballidol Fritz Walter (l.) und Ehefrau Italia (r.) präsentieren 1990 die Wachenheimer Metzger Annemarie und Walter Hambel ihren köstlichen Saumagen

„Fritz Walter genoss Saumagen“: Die Hambels haben das Pfälzer Nationalgericht zur Delikatesse gemacht. Fritz Walter, Weltmeister 1954, liebte deftiges Essen, wuchs in der elterlichen Gaststätte in Kaiserslautern auf. „Gute Fleischkost gibt viel Kraft und Grips“, meinte der Fritz und genoss Hambels Saumagen. Berühmt auch Helmut Kohls „Saumagen-Diplomatie“. Klaus Hambel verfeinerte mehrfach seine kulinarische Spezialität. Sein Restaurant ist ein Magnet für Gourmets. Mehr darüber in meinem aktuellen Fußballbuch „Der Fan, der Fritz Walter weinen sah“. Infos: Restaurant Klaus Hambel, Tel. 06322/9563340, www.metzgerei-hambel.de

Fritz-Walter-Stiftung: Sie wurde am 2. Juni 1999 gegründet. Anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Stiftung“ findet im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein in Koblenz die Ausstellung „Fußballfieber – Fußballgeschichte(n) aus Rheinland-Pfalz“ statt. 75 Jahre rheinland-pfälzische Fußballgeschichte auf 650 Quadratmetern. Viel über Fritz Walter, die Anfänge des Frauenfußballs und zahhlreiche Auszeichnungen und Arbeitsgeräte aus der Fußballhistorie. Geöffnet bis 3. November täglich von 10 bis 16 Uhr.

Fritz-Walter-Weine: In meinem Buch „Der Fan, der Fritz Walter weinen sah“ schreibe ich auch über die Pfälzer Genussfreude. So gibt es ein Weingut in Niederhorbach (www.fritz-walter.de) an der südlichen Weinstraße, das doch tatsächlich Fritz Walter heißt, aber nicht verwandt ist mit dem Fußball-Idol. Jetzt präsentiert das Weingut am 29./30. Juni seine besten Jahrgänge mit Verkostung und Antipasti. Nomen est Omen, der Fußball-Fritz würde sich bestimmt freuen. Denn es gab von ihm 1954 anlässlich des WM-Titels den Deidesheimer Sekt „Ehrentrunk“ mit seinem Konterfei. Und im Alter schätzte er einen guten Pfälzer Tropfen …

Anachronismus TIPP-KICK
Opa mit Urenkeln beim Tischfußball

(c) TIPP-KICK GmbH, www.tipp-kick.de

Gibt’s das überhaupt noch? Da las ich doch, dass das anachronistisch anmutende Tischfußballspiel vor genau 100 Jahren erfunden wurde. Der staunenden PlayStation-Generation erklärt: Zwei Spieler, zwei Zinkfiguren, zwei Tore, zwei Torhüter ebenfalls mit Druckknopf, ein zweifarbiger Ball, jede Menge Finger-Akrobatik und ein bißchen Zufall – weil immer nur derjenige in Action ist, dessen Farbe, schwarz oder weiß, der eckige (sic!) Ball mehrheitlich ausweist.

Und zum Jubiläum präsentiert die schwäbische TIPP-KICK GmbH vier neue Spiele. Und zur EM mit einer Sonderedition. Das Spiel “Supercup Deutschland“ mit den Spielfiguren der deutschen Nationalmannschaft kostet 89,90 Euro. Happig für ein Fußball-Fossil aus Filz mit Holzleisten, Metalltoren und Spielregelheft. „Das ist für viele Familien mit Kindern zu teuer“, kritisiert Franz-Jürgen Schulze aus Dresden. „Das ist wirklich nur was für Opas und ihre Urenkel. Man kauft auch keine hölzernen Schaukelpferde mehr als Spielzeug.“ Preiswerter ist das Jubiläumsspiel mit DFB-Logo „DFB Classic mit Bande“ für 49,90 Euro. Als Deutschland 1954 Weltmeister wurde, verkaufte TIPP-KICK über 180.000 Spiele. Ja, das war einmal. Was bleibt, sind nostalgische Gefühle. Leider ist die handtuchgroße Spielmatte meiner Kinderzeit kein Konkurrent für die perfekt gestylten Fußball-Games auf Spielekonsolen.