Die AfD-Story: Störfall oder Erfolgsmodell?

Der Journalist Peter Hain auf den Spuren der AfD, die trotz aller Widerstände erfolgreich Geschichte schreibt. Wer erfand den Namen AfD, was steckt wirklich hinter dem blauen Partei-Logo mit dem roten Pfeil? Warum ist das Nazi-Etikett falsch und warum kann der „Prüffall“ die AfD nicht stoppen? Ist der Verfassungsschutz überhaupt noch zeitgemäß, wird er selbst zum „Prüffall“?  Die Zukunft der Rechtspartei: Von wegen „kleine Leute“, es geht jetzt ums Überleben der Mittelschicht!

In Porträts kommen AfD-Frontleute zu Wort: Alexander Gauland, Jörg Meuthen, Konrad Adam und  viele Rechtspolitiker. Der Autor beleuchtet ausführlich auch die Rolle der AfD-Ex-Chefin Frauke Petry sowie der Kanzlerin Angela Merkel, die beide ihren „Anteil“ am AfD-Erfolg haben.

22 spannende Kapitel, auf 256 Seiten:
AfD-Sympathisant Prof. Max Otte und sein „Kampf um das Demokratie-Schloss Hambach“, die internen Parteikämpfe im Südwesten Deutschlands, die Macht der „offenen, kritischen Briefe“, die AfD-Zukunft wie die Neu-Organisation der Jungen Alternative, mehr kommunale Präsenz sowie verträglicher Umweltschutz.

256 Seiten
 ISBN  978-3-00-062373-8 
 Preis: 17,90 Euro

Jetzt im Buchhandel, bei amazon.de oder direkt beim Autor: Peter.Hain@peterhain.info

Aktuell zu meinem Buch

In der Demokratie gibt es eine Pflicht,
die allen anderen vorgeht:
Nämlich zu sagen, was ist!

Tops & Flops

Unser traditionsreiches Reichstagsgebäude in Berlin:
DEM DEUTSCHEN VOLKE GEWIDMET! Und überall sieht man auch die „Raute der Macht“: Die CDU wirbt unter dem Motto „In guten Händen“ großflächig mit der typischen Handhaltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Spät ist die Kanzlerin eingestiegen ins öffentliche Corona-Krisenmanagement. Das Verhalten der Politikerin zu deuten gleicht oft der Glaskugelguckerei: Man sieht nichts – und in Ermangelung von Fakten blüht die Fantasie. Das umso mehr, als dass Merkel ihr direktes Arbeitsumfeld hermetisch abriegelt. Nichts dringt aus diesem geschlossenen Kreis nach draußen. Nichts, was die Kanzlerin bewegt, warum sie handelt – oder eben auch nicht. Immerhin, am 11. März zeigte sie die Raute und verkündete: „Der Virus ist in Europa angelangt.“.  Und Merkel an ihr Volk: „Ich wende mich mit einer ungewöhnlichen Massnahme an Sie!“ Ja, es ist schon ungewöhnlich, wenn die Kanzlerin zu uns spricht. Doch da hatte Markus Söder schon längst seinen Katastrophenplan umgesetzt. Und Merkel ließ noch einen ihrer typischen Sätze los: „Wir müssen mit viel mehr Unbekannten noch agieren, deshalb ist die Situation schon noch eine andere.“ Klar, sie denkt ja auch immer „vom Ende her“. Nach der Rückkehr aus der Quarantäne sprüht Merkel jetzt wieder vor Tatendrang.

Verehrte Frau Merkel, er geht um mehr als um einen Osterspaziergang: Die Politik müsste den Menschen Szenarion aus der Krise aufzeigen können. Noch ist es ein Viruskampf ohne Plan. Auch die Wirtschaft vermisst eine Koordination. Zumindest irgendeine Perspektive. Das sollte doch möglich sein.

Gniffke wünscht sich
das Vertrauen der Bevölkerung

Das Junge-Freiheit-Interview mit SWR-Chef Kai Gniffke (Nr. 14/20) kann man so nicht stehenlassen. Seine Antworten lösten eine große Diskussion aus. Empörte Leser meinten: „Der Mann auf dem Mond“ oder „Staatsfunk-Journalist“. Auch ich sagte im JF-Leserforum dazu meine Meinung. Fazit: Kai Gniffke ist SWR-Intendant von Malu Dreyers Gnaden.

Treffen in Bonn: Loki Schmidt (+2010) im Gespräch mit Reporter Peter Hain. Ende 1974 unterstützte ich die Kanzlergattin bei Rettungsaktionen für gefährdete Orchideen

„In der Krise
bewahrt sich Charakter“

Was war die SPD früher für eine starke Partei. Ich gestehe, dass ich sie sogar mal wählte. Da gab’s ja auch noch einen Kanzler Helmut Schmidt, den führungsstarken Krisenmanager (Sturmflut, RAF, Nachrüstung). „In der Krise bewahrt sich Charakter“, so ein Schmidt-Zitat. Ein Bild des Welterklärers Schmidt hängt auch im Büro des rheinland-pfälzischen AfD-Fraktionschefs Uwe Junge, wie ich ein Verehrer von Schmidt. Bei meinen Besuchen im Bonner Kanzlerbungalow sagte mir damals seine Gattin Loki Schmidt: „Hoffnung? Das ist ein Gebot, dem Politiker nicht ausweichen dürfen!“  Das habe ich mir auch als Journalist zu eigen gemacht.

Gespräch in Berlin: Fraktionsvorsitzender Dr. Alexander Gauland
empfing den Journalisten Peter Hain in seinem Büro im Jakob-Kaiser-Haus

AfD-Ehrenvorsitzender
Dr. Gauland grüßt KV Bad Dürkheim

Bei meinem Besuch erinnerte sich Dr. Alexander Gauland gern an seine Auftritte in Bad Dürkheim. „Grüßen Sie herzlich diese aufrechten Bürger von mir“, sagte der AfD-Ehrenvorsitzende. „Die politische Arbeit in den Kommunen ist genauso wichtig wie in den Parlamenten.“

Neues Gauland-Buch:
Wenn’s um die Regeln geht,
dann sind wir Populisten!

Bei meinem Besuch in Berlin unterhielten wir uns auch über sein neues Buch „Nation, Populismus, Nachhaltigkeit“ (Verlag Antaios / kaplaken 66; 8,50 Euro, www.antaios.de). Alexander Gauland setzt historisch untermauerte Maßstäbe für eine konservative Politik für unsere Zeit. „Konservativ“ ist für ihn kein beschwichtigendes Wort, sondern eine Kampfansage. „Es geht um Schlüsselthemen, die den Ansatz unserer Partei umreißen“, sagt der AfD-Franktionschef. Dazu seine Kernsätze in unserem Gespräch:

Wer die europäischen Nationalstaaten aufs Spiel setzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie nie wiederkehren werden.“

„Wir behaupten nicht, dass wir die Globalisierung stoppen werden. Aber wir wollen diesen Prozess nicht einfach ohne Regeln hinnehmen. Das nennt man heute Populismus, und deshalb sind wir Populisten.“

„Eine freiheitlich-konservative Partei muss auf Wege sinnen, den Schutz unserer Umwelt mit Forschung und Innovation zu verbinden, und zwar im Vertrauen auf die gesunden Kräfte eines möglichst freien Marktes.

Dr. Gauland schrieb auch mehrere historisch-politische Monographien über England, wo er letztes Jahr mit seiner Lebensgefährtin urlaubte: „Gemeine und Lords. Porträt einer politischen Klasse“ (1989) und „Das Haus Windsor“ (1996). Empfehlenswert auch die Neuauflage seines Buches „Anleitung zum Konservativ-Sein – Zur Geschichte eines Wortes“ (Landtverlag, manuscriptum.de, 16,80 Euro). „Wir sind Skeptiker, weil wir wissen, wie leicht es ist, etwas einzureissen und wie schwer, etwas aufzubauen“, schreibt Gauland. „Aber wir achten die Wirklichkeit und leben aus dem, was immer gilt. Wir bauen keine Luftschlösser, wir bestellen unseren Garten. Mit einem Wort: Wir sind konservativ!“

Noch mehr über Gaulands politische Welt erfährt man in seinem neuen Buch „Die Deutschen und Ihre Geschichte“ (Landtverlag, 18 Euro). „Seine Geschichte wird man nicht los, sie sitzt jedem Deutschen in den Knochen und in der Seele. Das betrifft unsere Biografien als Einzelne wie den kollektiven Werdegang des Volkes“, so der AfD-Ehrenvorsitzende. „Beides greift weit in die Vergangenheit zurück und prägt unser Denken, Verhalten und Handeln im Heute.“

Dazu passt auch die aktuelle AfD-Kampagne „Gemeinsam für das Grundgesetz“, in dem die Partei für unsere Demokratie und unsere Grundrechte wirbt (gemeinsam-fuer-das-grundgesetz.de). Gauland in seinem Aufruf: „Nicht der Streit ist die Gefahr für unsere Verfassung, für die pluralistische Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Gefahr sind selbsternannte ‚Demokraten‘, die die Opposition verstummen lassen wollen.“ Den Auftakt macht eine ganzseitige Anzeige in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Doch diese Anzeige durfte in FAZ, Welt, Spiegel, Handelsblatt und Focus nicht erscheinen. Soviel zur Meinungsfreiheit in Deutschland.


Das Blaukehlchen (Luscinia svecica): Ein attraktiver, wesensstarker Vogel mit AfD-Logo auf der Brust: Tiefblau und mit einem roten Sexy-Signal

Hain’s Glosse Tierisch-satirisch

Neuer Erfolg des Verfassungsschutzes

Blau- und
Braunkehlchen
unter Beobachtung

Weitere Flügeltiere sieht das Bundesamt für Verfassungsschutz  (BfV) als Bedrohung für die Demokratie. So sollen jetzt sogar Blau- und Braunkehlchen unter strenge Beobachtung gestellt werden. Den fleißigen Vögeln wirft man vor, dass sie viel zu laut Trillern, und das oft sehr hoch und scharf. Zudem gelten diese Sänger oft als unduldsame, schwer kontrollierbare Einzelgänger. Ihr Revier verteidigen sie auch recht aggressiv gegen artfremde Eindringlinge. Verdächtig auch, dass der Vogel die Farben des AfD-Logos auf der Brust präsentiert: tiefblau mit rotem Sexy-Signal! Die auffällig gefärbte Brust ist während der Balz eine Drohgebärde, vor allem, wenn man den Kehlchen ein Büschel roter oder grüner Federn zeigt („Grzimeks Tierleben“).

Für den Verfassungsschutz eine weitere Bestätigung rechter Gesinnung. Ein AfD-Sympathisant aus Thüringen soll sogar ein Braunkehlchen dressiert haben, um linke Demos zu stören – also so eine Art „Vogelschiss“-Kommando. Das geht natürlich gar nicht. Der Inlandgeheimdienst ist alarmiert, darf deshalb jetzt auch offiziell V-Leute einsetzen, um die AfD auszuspionieren. Diese zweibeinigen Sänger, die aufrechte Bürger verpfeifen, nennt man auch Staatstrojaner oder Spitzel. In jetzigen Zeiten mit schwerwiegenden Einschränkungen erhält da der Refrain eines Vogelgesangs noch eine aktuelle, modernisierte Bedeutung: „Komm doch, lieber Frühling… komm doch bald vorbei, jag BfV, Antifa und Angela fort, mach das Leben und unser Land wieder meinungsfrei“.

P.S.: Nur das artverwandte Rotkehlchen, auch vom Aussterben bedroht, wird vorerst nicht beobachtet. Der Umwelt-Ausschuss der SPD ist strikt dagegen. Und natürlich auch Greta.  

WO ALLE einer Meinung sind,
wird meistens GELOGEN

so lautet der Werbeslogan der Jungen Freiheit, der Wochenzeitung für Debatte. „Presse- und Meinungsfreiheit sind für uns nicht teilbar. Es kann sie nur geben, wenn sie gelebt werden. Aufrecht, verbindlich und mit offenem Visier. Wo andere vernebeln, klären wir auf“, so Chefredakteur Dieter Stein (www.jungefreiheit.de).

Lesenswert in der aktuellen Ausgabe die Titelstory „Wer zahlt die Rechnung?“. Im Schatten der Corona-Krise wollen EU-Politiker Schulden vergemeinschaften und im zweiten Anlauf Euro-Bonds durchsetzen.


Prickelnde Landschaft: David Hockneys Osterglocken als Hoffnungsträger in einer schweren Zeit (Abbildung: Hockney)

Denkt daran, dass der
Frühling nicht gestrichen
werden kann

Im Frühling gebe es einen Moment, in dem die Natur erotisiert sei, sagte David Hockney einmal. Es sehe dann so aus, als sei Champagner über die Büsche gegossen worden. Der exzentrische Maler hat schon immer seine Freude an der Natur und ihrem unendlichen Reichtum an Motiven im Wechsel der Jahreszeiten in frischen, leuchtenden Farben vermittelt. Je älter der 82-jährige wird, umso üppiger seine Palette. Aus der Abgeschiedenheit der Normandie hat er jetzt diese Vitalität ausströmenden Osterglocken als Hoffnungsträger in die von der Corona-Pandemie auf den Kopf gestellte Welt gesetzt mit der Botschaft: „Denkt daran, dass der Frühling nicht gestrichen werden kann“. David Hockney hat das Bild auf seinem iPad gemalt.

Der Künstler hält es mit dem Spruch auf einem burgundischen Weingut: „Wenn sie trinken, sterben sie – wenn sie nicht trinken, sterben sie auch.“ Mit seinen prallen Osterglocken von einer Landschaft, die noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwacht ist, ruft Hockney die Frühlingssymbole von Auferstehung und Neugeburt in Erinnerung. Danke David, ein erhellendes, lebensbejahendes Zeichen in traurigen Tagen.

Das Brandenburger Tor ist ein Symbol für beides: für Veränderung und Bestand in der deutschen Geschichte und Kultur

DAS KONSERVATIVE WIRD WIEDER POPULÄR
Keine Angst vor Veränderungen.
Mit Herkunft in die Zukunft

Wer sich heute konservativ nennt, läuft Gefahr, entweder als „rechts“ oder als „rückwärtsgewandt“ zu gelten. Oder beides. Doch das greift viel zu kurz. Die Frage danach, was es wert ist, bewahrt zu werden, kann in Zeiten der Veränderung Orientierung geben. Mit der Frage „Was ist konservativ?“ beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe (1/2020) des christlichen Medienmagazins PRO.

„Konservatismus ist in erster Linie eine Haltung zum Wandel. Schon bei seinem Vordenker Edmund Burke war das so. Er formulierte Konservatismus als eine Reaktion auf die Französische Revolution“, so der Historiker Andreas Rödder in seinem Buch „Konservativ 21.0“. (C.H. Beck Verlag). Und: „Konservative akzeptieren, dass sich Vorstellungen und Maßstäbe wandeln. Sie handeln mit Maß und Mitte und nicht nach ideologischen Vorstellungen. Zudem geben sie der Gesellschaft den Vorrang vor dem Staat.“ Der Humanist und Philosoph Burke (1729-1797) ist ebenso für Dr. Gauland der beliebteste Vordenker: „Burkes Botschaft ist auch eine Botschaft des Kampfes gegen alle korrumpierenden Einflüsse auf die Politik.“ Und Autor Rödder kritisiert dazu ganz aktuell die Rolle der Medien für die öffentliche Wahrnehmung des Konservativen: „Die leitenden Organe haben erheblich zu einer Spaltung der Öffentlichkeit beigetragen. Auf der einen Seite befördern sie einen linken Moralismus, auf der anderen Seite genau dadurch das Ressentiment der Rechten. In der Migrationskrise 2015 haben sich viele Medien selbst zur Partei gemacht.“

Der Publizist Wolfram Weimer hat ein „Konservatives Manifest“ verfasst. „Heimat und Nation, Kultur und Tradition sind für die Konservativen wichtige Werte. Sie schätzen Recht und Ordnung, weil sie die Voraussetzung für Sicherheit, Vertrauen und Integrität sind“, so Weimer, „und es ist für Konservative schwer erträglich, wenn politischer Wille über Recht und geltende Ordnung gestellt werde, Politiker die Euro-Kriterien ignorieren, die Regeln der Dublin-Verträge zu Migration und Asylverfahren nicht beachten.“ Weimer meint, dass Konservative werde wieder populär. Das bestätigt auch eine Insa-Studie im Auftrag des Magazins Focus: 37 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als wertkonservativ, 55 Prozent halten Patriotismus für einen positiven Wert, über 60 Prozent meinen, der Islam sollte Deutschland nicht mitprägen. Bei der „Ehe für alle“ und Abtreibung dominieren jedoch liberalere Einstellungen.

Konservativ = rechts? Wer konservative Positionen vertritt, erhält schnell das Etikett „rechts“ angeheftet. Und wo linke und grüne Stimmen im Mainstream des öffentlichen Diskurses tonangebend sind, ist das aus deren Sicht fast gleichbedeutend mit dem moralisch Verwerflichen (so die PRO-Titelstory). „Deshalb ist es wichtig, zu differenzieren zwischen dem, was sich innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegt, und dem, was diese Linie, die unser Gesellschaftsmodell umreißt, überschreitet.“  

Meldungen und Meinungen


Meinungsstark,
dieser Sebastian Münzenmaier

Aktuell und engagiert informiert der 30-jährige MdB, Fraktions-Vize und Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus, die Bürger über youtube und seinen Newsletter. Nachrichten aus erster Hand: „Liebe Freunde, wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“ sagt er. „Getreu diesem Motto versuche ich stets äußerst transparent und bestmöglich über meine Arbeit im deutschen Bundestag und in Rheinland-Pfalz zu informieren.“ So gibt es ab sofort auf seiner Homepage die Rubrik „Kurznachrichten“ (www.sebastian-muenzenmaier.de).

Aktuell: Auf dem Landesparteitag von Rheinland-Pfalz wurde Sebastian Münzenmaier zum 1. Stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt – mit dem Super-Ergebnis von 90 Prozent aller Stimmen! Erstaunlich, dieser AfD-Politiker, den ich 2012 bei einem Fußballspiel kennenlernte. In meinem Buch „Die AfD-Story“ schrieb ich: „Sebastian Münzenmaier ist die Hoffnung der Rechtspartei!“ Kein Wunder, er wurde 1989, im Jahr der Einheit, geboren. Ein gutes Omen!

Sebastian Münzenmaier profiliert sich auch in der Sozialpolitik, möchte bei der Arbeitslosenversicherung die Arbeits- und Lebensleistung der Einzahler stärker würdigen. Die AfD forderte eine gestaffelte Verlängerung der maximalen Bezugsdauer nach geleisteten Beitragsjahren. „Den fleißigen Bürgern wird man nicht gerecht, während andere Menschen fürstlich alimentiert werden, die das Wort Arbeit nicht einmal buchstabieren können“, so der AfD-Fraktionsvize in seiner Bundestagsrede.   

Buch aktuell
kurz rezensiert


Neuer Roman: Der Schriftsteller Wolfgang Bittner hat mit „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ ein meisterliches Werk über Deutschlands Untergang und Neubeginn mit dem Nachkriegsschicksal einer Vertriebenen-Familie aus Schlesien vorgelegt (351 Seiten, 21,90 Euro, Zeitgeist Verlag, www.zeitgeist-online.de)

Deutschlands
mutigster Schriftsteller
über Heimat und Krieg

Wolfgang Bittner berichtet über die verlorene Heimat, die Hölle des Krieges, gewaltsame Vertreibung und der Neubeginn voller Hoffnung: Deutsche Zeitgeschichte von erzählerischer Stärke, die in ihrer politisch-historischen Dimension das Lebensgefühl zweier Generationen wiedergibt. „In dem Spannungsbogen zwischen verblendeten Parteigängernd der Nationalsozialisten, Opportunisten, Feiglingen, Schwankenden und Widerständlern zeichnet Bittner ein Panorama der menschlichen Komödie im Kindheitsschlesien wie auch in Ostfriesland, der neuen Ersatzheimat des Heranwachsenden“, schreibt die Junge Freiheit in der Ausgabe Nr. 13/20.

Der Publizist und promovierte Jurist Dr. Bittner wurde 1941 in Gleiwitz (Oberschlesien) geboren und wuchs mit der Familie in einem Barackenlager auf. Schon mit seinem vielgelobten Debüt-Roman „Der Aufsteiger oder ein Versuch zu leben“ (1978) erregte er Aufmerksamkeit. Seitdem veröffentlichte der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller (u. a. Egon-Erwin-Kisch-Preis) zahlreiche Bücher und Gastbeiträge in der ZEIT oder Neuen Zürcher Zeitung. „Ich gehe auf bestimmte Themen in einer Weise ein, die von vielen Kritikern nicht goutiert wird“, so Bittner. „Etwa auf die völkerrechtswidrige, inhumane Vertreibung Millionen Deutscher bei Kriegsende, den Verlust eines Drittels des ehemaligen Deutschen Reiches und die einseitige Westbindung nach der erzwungenen Kapitulation Deutschlands.“

Wolfgang Bittner hat mir aus dem Herzen geschrieben. In seinem Roman ist immer wieder von „dem Kind“ die Rede, vermutlich er selbst. Und auch ich empfinde mich als „Flüchtlingskind“. Die schlesische Tragödie: Ja, all das, was Bittner schreibt, habe ich (Jahrgang 1940) auch erlebt. Ich dachte, ich hätte alles vergessen – aber nein, die Bilder sind immer noch nach 70 Jahren allgegenwärtig. Ein fast autobiographisches Schicksal, in dem am Ende die Hoffnung siegt. Und alles, alles ist gut. „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ unbedingt lesen! Schon darum, weil für mich und zahlreiche Leser Wolfgang Bittner in diesen bewegten Zeiten zu den mutigsten Schriftstellern Deutschlands gehört.

Wegen seiner Aufrichtigkeit und seines Mutes wird der in Göttingen lebende Schriftsteller von einigen sogenannten Qualitätsmedien boykottiert. „Doch ich sage und schreibe im Rahmen der Gesetze, was ich will – aber es wird verhindert, dass es viele hören und lesen.“, meint Bittner, und verweist auf ein weiteres, hochaktuelles Buch, das er jetzt veröffentlicht: „Der neue West-Ost-Konflikt“ (auch im Zeitgeist Verlag erschienen).

Große Sorgen um meinen Indianerfreund

Ich habe eine besondere Verbindung zum Regenwald in Amazonien, denn dort lebt mein Freund Payé, der Häuptling der Kayapos. Im Herbst 1988 besuchte ich in Brasilien als Reporter seine Heimat am Rio Xingu, blieb einige Wochen bei dem Stamm (Foto unten). Schon damals wurden die indigenen Völker (Ureinwohner) Brasiliens vom Großgrundbesitzern aus ihrem Lebensraum vertrieben und man legte riesige Waldbrände. Häuptling Payé protestierte gegen den Landraub, wurde von Killern (Pistoleiros) gejagt. Der mutige Häuptling wollte nicht emigrieren, nicht irgendwo Asyl beantragen, sondern seine Heimat schützen, gegen die Eindringlinge verteidigen und seine indianische Identität bewahren. Doch seit dem Feuer-Inferno in Brasilien sind er und sein Stamm spurlos verschwunden.

Im Oktober 1988 am Rio Xingu: Reporter Peter Hain im Gespräch mit Häuptling Payé, der seine Tochter Chica im Arm hält

Buch-Rezension
in Junge Freiheit

Im Literaturteil wurde mein Buch „Die AfD-Story“ besprochen: