Das rechte Buch
zur rechten Zeit

Erhältlich ab Ende Mai, überall wo es gute Bücher gibt.
ISBN 978-3-00-068705-1, 256 Seiten, 22,50 Euro

Klartext im Duett

Mit Uwe Junge suche ich in unserem Buch nach Erklärungen für das Chaos, das in Deutschland herrscht: Bedrohung der Freiheit, Überlebenskampf der Nation, Abstieg der Mittelschicht, Niedergang der Bundeswehr und dem Zustand und unserer Partei. In dem Werk geht es auch um die Geschichte der rheinland-pfälzischen AfD, die von vielen aufrechten Mitgliedern und von Uwe Junge jahrelang mitgestaltet wurde. Gehen Sie mit uns auf eine große Meinungs-Reise!

„Wir widmen unser Buch
allen Frauen und Männern,
die auch in schweren Zeiten
das Gespräch mit
Andersdenkenden aufnehmen“

Peter Hain, Journalist und Patriot
Uwe Junge, Soldat und Politiker

Im Gespräch: AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen
und Journalist/Buchautor Peter Hain

„Cotar und Wundrak sind
hochgeeignete AfD-Kandidaten
für die Bundestagswahl“

Zwei sehr unterschiedliche Teams wollen die  Rechtspartei als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf führen. Der Mitgliederwahl stellen sich: Alice Weidel (42) und Tino Chrupalla (46) sowie Joana Cotar (48) und Joachim Wundrak (65). Obwohl Weidel/Chrupalla weitaus bekannter sind, haben Cotar/Wundrak gute Chancen. Anders als Weidel/Chrupalla werden sie dem parteiintern als gemäßigt geltenden Lager des Co-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen zugerechnet. Für ihn sind Cotar und Wundrak „hochgeeignete Kandidaten“. Beide gelten als unverbraucht, stehen für Erneuerung.

Die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar aus Hessen studierte Politikwissenschaft und Germanistik, arbeitete als Eventmanagerin bei großen Finanzinstituten, danach selbständig im Bereich Projektmanagement und Social Media Management. Seit 2013 ist sie Mitglied der AfD. Der pensionierte Drei-Sterne-General Joachim Wundrak machte eine gute Figur bei der OB-Wahl in Hannover, bei der ich ihn auch unterstützte. Er kandidiert in Niedersachsen für den Bundestag.

Bei der Entscheidung, wer die AfD in den Wahlkampf führen soll, geht es auch um den Kurs der Partei. Es sind ja zwei sehr ungleiche Paarungen, die da gegeneinander antreten. So gesehen wird das Votum der Basis auch zum innerparteilichen Stimmungstest. Tino Chrupalla lehnte den Vorschlag Cotars ab, gemeinsam als Führungsduo aufzutreten und so die Bandbreite der Partei abzubilden.  

Drei neue politische Sachbücher,
aktuell, aufklärend, kritisch

Wolfgang Bittner

Verlag zeitgeist, 320Seiten, 19,90

Wie immer mutig und provokant der renommierte Schriftsteller Dr. Wolfgang Bittner mit seinem neuen Buch „DEUTSCHLAND – verraten und verkauft. Hintergründe und Analysen.“ Diese zentrale Erkenntnis vermittelt der Egon-Kisch-Preisträger, indem er die geopolitische Bedeutung Eurasiens erläutert. Bittner wendet sich vor allem dem von den USA angeführten Aggressionsbündnis gegen Russland und China zu. Weitere Stichworte sind Versailles, Weimarer Republik, Hitlers Aufstieg, Versagen der Medien, aber auch die Corona-Krise in Verbindung mit dem sogenannten Great Reset. „Die USA maßen sich an, Einfluss auf alles zu nehmen, was in der Welt geschieht“, schreibt Bittner, der die Noch-Kanzlerin Angela Merkel für ein „Unglück für Deutschland“ hält (Junge Freiheit Interview). Deutschland ist für ihn seit 1945 nur noch ein Frontstaat und Brückenkopf der USA. Er fordert eine fundamentale Umorientierung, zu der er mit seinem Buch beitragen möchte. Das Werk bietet 33 Abbildungen, ein Fundus an politischem Wissen.

Einwurf: Lieber Wolfgang Bittner, Sie haben ja so recht, wir sind für die USA Militärbasis und Finanzmarkt. Doch Russlands Politk ist nicht vertrauensbildend: Giftanschläge auf politische Gegner, Cyper-Attacken, Verhaftungen von Demonstranten, die Ostukraine, „Zar“ Wladimir auf Lebenszeit gewählt. Da lebe ich doch lieber in Montana statt in Moskau!

Hans-Jürgen Wünschel

United p.c., 633 Seiten, 33 Euro

Ebenso zornig, aber auch mit viel Herzblut geschrieben, die Neuerscheinung des Pfälzer Historikers Dr. Hans-Jürgen Wünschel: „Ich klage an. Sozialismus.“ Es ist eine Abrechnung mit dem weltweiten Sozialismus. „Belegt durch Freiheitsfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft und Antisemitismus dieser Ideologie, die immer noch herrscht“, so der meinungsstarke Autor. In den Kapiteln geht es um Elite und nichtwissende Masse, sozialistische Hexenjagd, Wegtabuisieren von Geschichte oder die Mär vom sozialistischen Hambacher Fest 1832. Sein Buch hat der streitbare Pfälzer seinen Söhnen Ulrich und Jörg gewidmet, er fügt hinzu: „Mein Vater litt unter Sozialisten, seine beiden Brüder wurden im Juli 1944 von Sozialisten ermordet.“ Abgerundet wird das explosive Werk mit einem Literaturverzeichnis und Anmerkungen zur Erinnerungskultur. Jedes Kapitel schließt mit: „Es ist unfassbar!“

Einwurf: Ja, der von mir geschätzte Dr. Wünschel hat sich Wut und Trauer von der Seele geschrieben! Doch der SPD-Geschichte wird das nicht ganz gerecht. Einige positive Fakten dazu hätten dem Buch gut getan. Immerhin hat eine SPD-Ministerpräsidentin in seiner Heimat Rheinland-Pfalz überlegen die Landtagswahl gewonnen. Aber wie schrieb schon Gustave Le Bon („Psychologie des Sozialismus“): „Tatsachen und Argumente können nichts bewirken, weil der Sozialismus als Theorie eben auch nur ein Glaube ist.“

Max Otte

FinanzBuch Verlag,
256 Seiten , 20 €

Weitsichtig präsentiert sich der Ökonomie-Professor Max Otte mit seinem Buch: „Die Krise hält sich nicht an Regeln. 99 Antworten auf die wichtigsten Fragen nach dem Corona-Crash“. Der Fondsmanager bezweifelt das freie Spiel der Marktwirtschaft, beleuchtet die Schattenseiten von Kapitalismus und Globalismus. Schon mit seinem Buch „Weltsystemcrash“ klärte er eine große Leserschaft auf, hält die heutige Lage für ernster als in der Finanzkrise von 2008/09. Interessant sind die Abschnitte über Deutschlands Eliten, Parteien, Lobbyisten, Manager. Angela Merkel hält er für einen Apparatschik und für ein „großes Unglück für Deutschland“. Das von ihr aufgebaute System nennt er „autokratisch“.  Ein pessimistisches Buch ist das trotz allem nicht, vielmehr eines, das Orientierung gibt – vor allem finanzpolitisch. „Ich sehe mich als Beobachter der menschlichen Natur, als Beobachter der Geschichte, der Politik, auch als aktiven Investor an den Kapitalmärkten, ich möchte meine Standpunkte erklären“, schreibt Otte.

Einwurf: Wie viele Autoren zeigt auch Max Otte, wie man Fakten (Erkenntnisse) und Meinungen (Bekenntnisse) zu einem informativen Buch zusammenfügt. Sein Werk hat immerhin 191 Anmerkungen und Quellenhinweise. Trotzdem ist es ein wirtschaftlich-politisches Manifest. „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“, heißt es beim Comic-Helden Spider-Man – das gilt auch für den Investor Otte als glaubwürdiger Autor …

Unverständliche AfD-Ablehnung

Kein Schutz für indigene Völker!

Mehrheitlich hat der Bundestag einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern zugestimmt. Gegenstimmen gab es nur von der AfD-Fraktion.

Ziel des Übereinkommens ist es, die Bestrebungen der indigenen Völker (u. a. Indianer) anzuerkennen, Kontrolle über ihre Einrichtungen, ihre Lebensweise und ihre wirtschaftliche Entwicklung auszuüben. Es geht um über 370 Millionen Menschen, rund fünf Prozent der Weltbevölkerung. Die Ureinwohner (First Nations) spielen eine Entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, indem sie Ökosysteme und die Artenvielfalt schützen. „Ein Gesetz, das vorgibt, etwas zu schützen, das es bei uns gar nicht gibt, brauchen wir nicht „, so die AfD. Eigentlich unverständlich: Denn auch die indianischen Völker kämpfen um ihre Identität und ihre Heimat, verteidigen sie gegen Fremde – dafür müsste doch die Rechtspartei Verständnis haben!

Besonders prekär ist die Lage der isoliert lebenden Indigenen Völker des Amazonasgebiets. Die Infektions- und Sterberaten durch Covid-19 liegen weit über dem nationalen Durchschnitt. Experten warnen vor einem drohenden Genozid. Von der Ausbreitung des Virus sind bereits 38 indigene Völker betroffen, meldet die Vereinigung der Ureinwohner APIB. Das Virus, das auch mutiert, erreicht mit „beängstigender Geschwindigkeit“ alle Gebiete der indigenen Völker. Auch die Kayapos, meine indianischen Freunde in Amazonien, beklagen immer mehr Opfer.

Ich habe eine besondere Verbindung zum Regenwald in Amazonien, denn dort lebt mein Freund Payé, der Häuptling der Kayapos. Im Herbst 1988 besuchte ich in Brasilien als Reporter seine Heimat am Rio Xingu, blieb einige Wochen bei dem Stamm (Foto unten). Schon damals wurden die indigenen Völker Brasiliens vom Großgrundbesitzern aus ihrem Lebensraum vertrieben und man legte riesige Waldbrände. Häuptling Payé protestierte gegen den Landraub, wurde von Killern (Pistoleiros) gejagt. Der mutige Häuptling wollte nicht emigrieren, nicht irgendwo Asyl beantragen, sondern seine Heimat schützen, gegen die Eindringlinge verteidigen und seine indianische Identität bewahren.

Im Oktober 1988 am Rio Xingu: Reporter Peter Hain im Gespräch mit Häuptling Payé, der seine Tochter Chica im Arm hält