Aktuell zu meinem Buch

In der Demokratie gibt es eine Pflicht,
die allen anderen vorgeht:
Nämlich zu sagen, was ist!

Tops & Flops

Unser traditionsreiches Reichstagsgebäude in Berlin:
DEM DEUTSCHEN VOLKE GEWIDMET! Und überall sieht man auch die „Raute der Macht“: Die CDU wirbt unter dem Motto „In guten Händen“ großflächig mit der typischen Handhaltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Diffuse Unruhe im Kanzleramt

Aus dem Kanzleramt ist immer öfter zu hören, dass man sich an den „Flüchtlingsherbst 2015“ erinnert fühlt. Damals war der Regierung die öffentliche Debatte nach anfänglich großer Unterstützung zunehmend entglitten. Einer, der in der Zeit politisch ganz vorne agierte, sagt heute, fast alles wirke auf ihn wie ein Déjà-vu. Wieder handele es sich um eine große Krise mit offenem Ausgang; wieder sei die Lage hochkompliziert.

„Einige Schwachstellen sind ja schon entdeckt worden. Ich will jede Anregung aufnehmen“, sagte Angela Merkel und fügte hinzu: „Ich bin ja ein aufmerksamer Zeit-Mensch, um nicht Genosse zu sagen.“ Genossin? Da erinnerte sie sich wohl an ihre Jugend als FDJ-Sekretärin.

Angela Merkel,
die Retterin des Abendlandes

Glückwunsch zur Krönung, verehrte Kanzlerin: Sie sind jetzt auch noch die „politische Königin“ Europas, nachdem Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat. „Was gut ist für Europa, ist gut für uns“, sagt Angela Merkel in einem Interview der Süddeutschen Zeitung. Ja, wer zig Milliarden verteilt, ist beliebt. Deutschland, die Schulden-Republik, für die nachfolgenden Generationen geradestehen müssen. „Letztendlich ein Strohfeuer, alles auf Kredit aufgebaut“, kritisiert AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen. Nachdem Merkels Regierung mit der Masseneinwanderung 2015 unser Land destabilisierte, lässt sie sich jetzt als Retterin des Abendlandes feiern.

Übrigens: Unter Merkels königlicher Präsidentschaft soll auch ein neues EU-Asyl- und Migrationssystem verabschiedet werden.

Meinungsfreiheit – nur noch eine leere Hülle? Darüber schreiben renommierte Referenten
in der Premieren-Ausgabe Faktum

Gefährdete Meinungsfreiheit!

Der lange Marsch in die
„Erziehungs-Diktatur“

Ja, die Meinungsfreiheit ist bei uns stark gefährdet! Millionen Bürgern wird das tagtäglich schmerzlich bewusst. Mit diesem brisanten Thema befasst sich auch die Premierenausgabe (1/2020) der Schriftenreihe Faktum der Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES). Renommierte  Referenten schreiben über die Freiheit der Meinung, den Anspruch des Grundgesetzes und die politische Realität. So befürchtet Karlheinz Weißmann, dass bei uns „die Stasi-Strukturen übernommen werden“. Jörg Meuthen weist in darauf hin, dass wir in einem „Staat links-grüner Gesinnungstherapeuten“ leben. Und Norbert Bolz schreibt, dass „die Linke keine einzige Idee von Bedeutung mehr habe, sie haut und sticht nur nach rechts“.  Referate von Vera Lengsfeld („Meinungsfreiheit in Merkel-Deutschland“) und Marc Jongen („Die Linke wird an ihren Widersprüchen zugrunde gehen“) beschließen das lesenswerte 43-Seiten-Hochglanzheft.

Man verweigert der Stiftung
zustehende Finanz-Mittel

„Wir sind die jüngste politische Stiftung Deutschlands und stehen ideell der Alternative für Deutschland nahe“, sagt DES-Vorsitzende Erika Steinbach. Sie war fast 17 Jahre Mitglied des Bundestages für die CDU, trat 2017 aus der Partei aus. „Unsere Aufgabe besteht darin, durch Vermittlung staatsbürgerlicher Bildung mitzuhelfen, Klarheit und Transparenz zu schaffen“, so Steinbach. Dazu gehört auch die Rückbesinnung auf das Grundgesetz und die Förderung des demokratischen Staatswesens.

Obwohl es der stärksten Oppositionspartei AfD zusteht, eine Stiftung ins Leben zu rufen, werden ihr die zustehenden finanziellen Mittel verweigert. Dagegen läuft beim Verwaltungsgericht Köln eine Klage. „Ich bin fest davon überzeugt, dass uns die finanzielle Gleichberechtigung mit den anderen politischen Stiftungen mit keinerlei Argument mehr länger verweigert werden kann“, sagt die DES-Vorsitzende. So ist die Stiftung nach wie vor auf Unterstützung angewiesen, vor allem auf den Freundeskreis der Stiftung. 

Kontakt: Desiderius-Erasmus-Stiftung e.V., Unter den Linden 21, 10117 Berlin, www.erasmus-stiftung.de


Würdiger Namensgeber der Stiftung:
Desiderius Erasmus von Rotterdam
(1465/6 – 1536), nach einer Miniatur von Hans Holbein d. J.

Desiderius Erasmus von Rotterdam

Humanist, Theologe und kritischer Gelehrter
(„Über die Freiheit des Willens“)

Widerwillig ging der Jüngling ins Augustiner-Kloster, hatte sich aber dort für das Studium alter Sprachen begeistert. Sein Leben lang war Desiderius Erasmus von Rotterdam (1465/6-1536) ein Suchender nach der Wahrheit. In einer Zeit, die gebieterisch Entscheidungen nach rechts oder links verlangte, verschanzte sich Erasmus hinter der weisen Mäßigung, die er bei antiken Klassikern lernte. Der kritische Freigeist geißelte das Klosterleben als naturwidrig, wollte den Schulunterricht aus starren Fesseln befreien.

Seine geistvollen Schriften („Lob der Torheit“) und seine fein stilisierten Briefe genossen europäische Berühmtheit. In der religiösen Bewegung nahm Erasmus, der geistig-gedanklich zur Reformation beitrug, eine vermittelnde Stellung zu den reformatorischen Bestrebungen ein. Sein Streit mit Luther („Über die Freiheit des Willens“) führte zur Trennung von Reformation und Humanismus. Er selbst suchte ein freies, vernunftgemäßes Christentum. Über die Streitereien dieser Welt stellte er die sittliche Erziehung und die Versöhnlichkeit. Forderungen, die heute wieder überall aufgestellt werden. Desiderius Erasmus, ein wertkonservativer Europäer: In Holland geboren, in England gelehrt, in Deutschland gestritten, seit 1521 meist in Basel, dort auch gestorben.

Engagiert und meinungsstark auf allen Kanälen: MdB Sebastian Münzenmaier (30)
aus Rheinland-Pfalz, der in Berlin auch Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus ist

Eine unfertige Nationale
Tourismus-Strategie

Sebastian Münzenmaier gilt als engagiert und meinungsstark. Der 30jährige Fraktions-Vize im Berliner Parlament informiert Mitstreiter und Bürger über youtube und seinen newsletter. Nachrichen aus erster Hand: „Liebe Freunde, wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“, sagt er. „Getreu diesem Motto versuche ich stets, äußerst transparent und zeitnah über meine Arbeit im Bundestag und in Rheinland-Pfalz zu informieren“. So gibt es auf seiner Homepage die Rubrik „Kurznachrichten“ (www.sebastian-muenzenmaier.de). Münzenmaier, auch Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus, setzt sich zurzeit vehement für die darbende Reisewirtschaft ein. Er wies darauf hin, dass sich zwei Drittel der Reiseunternehmen knapp vor der Insolvenz sehen. „Drei Millionen Beschäftigte, denen Arbeitslosigkeit droht, brauchen jetzt dringend Hilfe.“

Häufig attackiert Münzenmaier im Bundestag die Themensetzung der Regierung. „Es wird nicht über das geredet, was die Menschen wirklich bewegt“, so der Pfälzer, und kritisiert eine „unfertige Nationale Tourismus-Strategie“. Hier wird deutlich, „wie wenig wir die Sorgen unserer Menschen ernst nehmen“. Münzenmaier geißelt zudem das „Schneckentempo“ der Regierung. Sie habe fünf Monate gebraucht, um das Vorhaben einer Nationalen Tourismus-Strategie im Koalitionsvertrag festzuschreiben, und weitere 15 Monate, um Eckpunkte zu erarbeiten, die nichts weiter seien als „Worthülsen ohne Inhalt“.

„Unsere Stärke
ist unsere Aktivität!“

„Unser Land marschiert mit riesigen Schritten auf den Abgrund zu“, so Münzenmaier in seinem Berlin-Bericht „Die Folgen des Shutsdowns und die Altparteien“. Der Pfälzer schrieb, dass die Ausschreitungen in den Großstädten nur noch mit Verstärkung durch die Bundespolizei kontrolliert werden können. Und unsere Medien übernehmen unkritisch die Aussagen der „schon länger hier Regierenden“. Er fordert in einem Antrag, die Antifa zu verbieten und die linksextremen Gewalttäter endlich zu ächten. Münzenmaier bittet alle Mitstreiter, in seinem Magazin Stellung zu beziehen: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir die mediale Nichtbeachtung oder Diffamierung durchbrechen – unsere Stärke ist unsere Aktivität!“

So mutige AfD-Politiker wie Sebastian Münzenmaier wünscht man sich noch mehr in unserer Partei!

Neues Sachbuch: Der Schriftsteller Wolfgang Bittner hat mit dem aktuellen Werk „Der Neue West-Ost-Konflikt“ wieder für Aufsehen gesorgt. Es geht um die Inszenierung der Krise NATO gegen Russland. Bittner liefert eine Tour de d’horizon der US-Großmachtpolitik von der Ukraine bis Venezuela (320 Seiten, 19,90 Euro, zeitgeist verlag, www.zeitgeist-online.de)

Bittners aktuelles Sachbuch
sorgt für viel Wirbel
Ist Deutschland
eine Kolonie der USA?

Das politische Sachbuch bezieht seine Attraktivität auch aus dem Versprechen, die ganze Wahrheit zwar nicht zu wissen, aber mit zahlreichen Fakten die Probleme sehr anschaulich und glaubhaft beschreiben zu können. Und das ist Wolfgang Bittner mit seinem aktuellen Sachbuch „Der Neue Ost-West-Konflikt“ gelungen. Der Schriftsteller ist überzeugt, dass die Krise zwischen NATO und Russland zu eskalieren droht. Westliche Politiker bemühen sich kaum, die Auseinandersetzung zu entschärfen, im Gegenteil. Der Konflikt ist so gewollt und der Nordatlantikpakt, so Bittner, ist längst kein Verteidigungsbündnis mehr, tritt heute als Aggressor auf: NATO-Osterweiterung, Krieg gegen Jugoslawien, Anti-Russland-Propaganda, wirtschaftliche Sanktionen oder drastische Erhöhung des Militärhaushalts der USA (aktuell für 2019: 732 Milliarden US-Dollar, Russland 65,1).

Der promovierte Jurist (Jahrgang 1941, Egon-Kisch-Preisträger) liefert mit seinem Werk eine Chronologie des Geschehens, analysiert aufwändig die Hintergründe. Doch die AfD-nahe Wochenzeitung Junge Freiheit rezensiert, dass Bittner mit seinem Buch „übers Ziel hinausgeschossen ist“. Seine Anklageschrift gegen den US-Imperialismus könne man so nicht stehenlassen. Und in dem er Deutschland als „Kolonie der USA“ bezeichne, kultiviere Bittner das Selbstmitleid einer geprügelten Nation. Besonders kritisiert wird seine These: „Mit Hitler hätten die  britischen und US-amerikanischen Geheimdienste in den 1920er Jahren den Geist aus der Flasche gelassen.“  Ein Verriss de Luxe! Das macht den Leser erst richtig neugierig, sein eigenes Urteil zu bilden.

So plädiert Wolfgang Bittner für ein „geeintes Europa der Nationalstaaten unter Einbeziehung Russlands“. Immerhin: In einer repräsentativen Umfrage meinen 52,3 Prozent der Deutschen, dass die Beziehungen zu Russland besser werden sollten. Die AfD gibt sich da diplomatisch, sagt in einem Strategiepapier: Dumpfer Anti-Amerikanismus und überbordende, unkritische Russland- und Putin-Verehrung schrecken die meisten Wähler nur ab.

Wegen seiner Aufrichtigkeit wird Wolfgang Bittner von einigen sogenannten Qualitätsmedien boykottiert. „Ich sage und schreibe, im Rahmen der Gesetze, was ich will – aber es wird oft verhindert, dass es viele hören und lesen“, so Bittner. Viele zählen ihn zu den mutigsten Schriftstellern Deutschlands.  Deswegen ist auch sein neues Buch so lesenswert!

Treffen in Bonn: Loki Schmidt (+2010) im Gespräch mit Reporter Peter Hain. Ende 1974 unterstützte ich die Kanzlergattin bei Rettungsaktionen für gefährdete Orchideen

„In der Krise
bewahrt sich Charakter“

Was war die SPD früher für eine starke Partei. Ich gestehe, dass ich sie sogar mal wählte. Da gab’s ja auch noch einen Kanzler Helmut Schmidt, den führungsstarken Krisenmanager (Sturmflut, RAF, Nachrüstung). „In der Krise bewahrt sich Charakter“, so ein Schmidt-Zitat. Bei meinen Besuchen im Bonner Kanzlerbungalow sagte mir damals seine Gattin Loki Schmidt: „Hoffnung? Das ist ein Gebot, dem Politiker nicht ausweichen dürfen!“  Das habe ich mir auch als Journalist zu eigen gemacht.

Gespräch in Berlin: Fraktionsvorsitzender
Dr. Alexander Gauland empfing den Journalisten Peter Hain in seinem Büro im Jakob-Kaiser-Haus. Es ging um Gaulands neues Buch „Nation, Populismus, Nachhaltigkeit“ (Verlag Antaios)

Ein erklärter Parteifreund
zählt dreifach!

Alexander Gauland fühle ich mich seit über 40 Jahren freundschaftlich verbunden. Ich lernte ihn Anfang der 70er Jahre in Bonn kennen, als er für die CDU im Bundespresseamt arbeitete und ich Reporter der Kölner Boulevard-Zeitung Express war. Darüber auch das Porträt-Kapitel in meinem Buch „Die AfD-Story“ („Ich hege keine Rachegefühle, mich treibt die Sorge um unser Land“). Gewiss, ein AfD-Spitzenpolitiker wie Gauland hat viele Freunde – aber auch viele Feinde. „Viel Feind, viel Ehr“, mailte mir der AfD-Ehrenvorsitzende, als ich wegen einer beleidigenden Gauland-Karikatur beim Deutschen Presserat protestierte. Ja, da zählt ein erklärter Parteifreund dreifach!

Was den Streit vergiftet:

„Die Argumente
des politischen Gegners
als unmoralisch zu brandmarken“

Bei meinem Besuch in Berlin sprach der Ehrenvorsitzende auch mit mir über die Gefahren für unsere Verfassung. Schon damals sagte mir Alexander Gauland: „Nicht der Streit ist die Gefahr für unsere Verfassung, für die Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhang. Nein, die Gefahr sind selbsternannte „Demokraten“, die die Opposition verstummen lassen wollen. Was neu ist, ist der Versuch, das Argument des politischen Gegners als unmoralisch zu brandmarken. Das vergiftet den Streit und die Beziehungen.“ Später veröffentlichte der Fraktionschef im Bundestag all das in seinem Aufruf „Gemeinsam für das Grundgesetz“, der in der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht wurde.

Die Meinungsfreiheit
der sogenannten „Qualitäts-Zeitungen“

Die AfD wollte diese AfD-Initiative auch in anderen Publikationen veröffentlichen. Wohlgemerkt, als bezahlte Anzeige. Doch Gaulands Aufruf durfte in FAZ, WELT, Spiegel, Handelsblatt und Focus nicht erscheinen. Diese sogenannten „Qualitäts-Zeitungen“ haben ihre ganz spezielle politische Meinungsfreiheit. Sie jammern in der Corona-Krise über bis zu 80 Prozent Anzeigen-Verluste, doch eine Anzeige einer von fast 6 Millionen Bürgern gewählten Oppositionspartei darf auf keinen Fall veröffentlicht werden.

Das Brandenburger Tor ist ein Symbol für beides: für Veränderung und Bestand in der deutschen Geschichte und Kultur

DAS KONSERVATIVE WIRD WIEDER POPULÄR
Keine Angst vor Veränderungen.
Mit Herkunft in die Zukunft

Wer sich heute konservativ nennt, läuft Gefahr, entweder als „rechts“ oder als „rückwärtsgewandt“ zu gelten. Oder beides. Doch das greift viel zu kurz. Die Frage danach, was es wert ist, bewahrt zu werden, kann in Zeiten der Veränderung Orientierung geben. Mit der Frage „Was ist konservativ?“ beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe (1/2020) des christlichen Medienmagazins PRO.

„Konservatismus ist in erster Linie eine Haltung zum Wandel. Schon bei seinem Vordenker Edmund Burke war das so. Er formulierte Konservatismus als eine Reaktion auf die Französische Revolution“, so der Historiker Andreas Rödder in seinem Buch „Konservativ 21.0“. (C.H. Beck Verlag). Und: „Konservative akzeptieren, dass sich Vorstellungen und Maßstäbe wandeln. Sie handeln mit Maß und Mitte und nicht nach ideologischen Vorstellungen. Zudem geben sie der Gesellschaft den Vorrang vor dem Staat.“ Der Humanist und Philosoph Burke (1729-1797) ist ebenso für Dr. Gauland der beliebteste Vordenker: „Burkes Botschaft ist auch eine Botschaft des Kampfes gegen alle korrumpierenden Einflüsse auf die Politik.“ Und Autor Rödder kritisiert dazu ganz aktuell die Rolle der Medien für die öffentliche Wahrnehmung des Konservativen: „Die leitenden Organe haben erheblich zu einer Spaltung der Öffentlichkeit beigetragen. Auf der einen Seite befördern sie einen linken Moralismus, auf der anderen Seite genau dadurch das Ressentiment der Rechten. In der Migrationskrise 2015 haben sich viele Medien selbst zur Partei gemacht.“

Der Publizist Wolfram Weimer hat ein „Konservatives Manifest“ verfasst. „Heimat und Nation, Kultur und Tradition sind für die Konservativen wichtige Werte. Sie schätzen Recht und Ordnung, weil sie die Voraussetzung für Sicherheit, Vertrauen und Integrität sind“, so Weimer, „und es ist für Konservative schwer erträglich, wenn politischer Wille über Recht und geltende Ordnung gestellt werde, Politiker die Euro-Kriterien ignorieren, die Regeln der Dublin-Verträge zu Migration und Asylverfahren nicht beachten.“ Weimer meint, dass Konservative werde wieder populär. Das bestätigt auch eine Insa-Studie im Auftrag des Magazins Focus: 37 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als wertkonservativ, 55 Prozent halten Patriotismus für einen positiven Wert, über 60 Prozent meinen, der Islam sollte Deutschland nicht mitprägen. Bei der „Ehe für alle“ und Abtreibung dominieren jedoch liberalere Einstellungen.

Konservativ = rechts? Wer konservative Positionen vertritt, erhält schnell das Etikett „rechts“ angeheftet. Und wo linke und grüne Stimmen im Mainstream des öffentlichen Diskurses tonangebend sind, ist das aus deren Sicht fast gleichbedeutend mit dem moralisch Verwerflichen (so die PRO-Titelstory). „Deshalb ist es wichtig, zu differenzieren zwischen dem, was sich innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegt, und dem, was diese Linie, die unser Gesellschaftsmodell umreißt, überschreitet.“  

Holz-Mafia, Goldgräber,
Feuer-Inferno – und jetzt noch Corona!

Meine Indianerfreunde
in großer Lebensgefahr

Die Corona-Pandemie bedroht Brasiliens Ureinwohner. Von der Ausbreitung des Virus sind bereits 38 indigene Völker betroffen, meldet die Vereinigung der Ureinwohner APIB. Das Virus erreicht mit „beängstigender Geschwindigkeit“ alle Gebiete der indigenen Völker. So haben sich schon mehr als 880 Indianer mit dem Virus angesteckt. 122 sind bereits an den Folgen gestorben. Auch die Kayapos, meine indianischen Freunde in Amazonien, beklagen immer mehr Opfer.

Ich habe eine besondere Verbindung zum Regenwald in Amazonien, denn dort lebt mein Freund Payé, der Häuptling der Kayapos. Im Herbst 1988 besuchte ich in Brasilien als Reporter seine Heimat am Rio Xingu, blieb einige Wochen bei dem Stamm (Foto unten). Schon damals wurden die indigenen Völker Brasiliens vom Großgrundbesitzern aus ihrem Lebensraum vertrieben und man legte riesige Waldbrände. Häuptling Payé protestierte gegen den Landraub, wurde von Killern (Pistoleiros) gejagt. Der mutige Häuptling wollte nicht emigrieren, nicht irgendwo Asyl beantragen, sondern seine Heimat schützen, gegen die Eindringlinge verteidigen und seine indianische Identität bewahren. Nachdem er und sein Stamm monatelang im Regenwald verschwunden waren, tauchten sie jetzt wieder auf. Doch mit dem Virus drohen neue tödliche Gefahren.

Im Oktober 1988 am Rio Xingu: Reporter Peter Hain im Gespräch mit Häuptling Payé, der seine Tochter Chica im Arm hält

Das Blaukehlchen (Luscinia svecica): Ein attraktiver, wesensstarker Vogel mit AfD-Logo auf der Brust: Tiefblau und mit einem roten Sexy-Signal

Hain’s Glosse Tierisch-satirisch

Neuer Erfolg des Verfassungsschutzes

Blau- und
Braunkehlchen
unter Beobachtung

Weitere Flügeltiere sieht das Bundesamt für Verfassungsschutz  (BfV) als Bedrohung für die Demokratie. So sollen jetzt sogar Blau- und Braunkehlchen unter strenge Beobachtung gestellt werden. Den fleißigen Vögeln wirft man vor, dass sie viel zu laut Trillern, und das oft sehr hoch und scharf. Zudem gelten diese Sänger oft als unduldsame, schwer kontrollierbare Einzelgänger. Ihr Revier verteidigen sie auch recht aggressiv gegen artfremde Eindringlinge. Verdächtig auch, dass der Vogel die Farben des AfD-Logos auf der Brust präsentiert: tiefblau mit rotem Sexy-Signal! Die auffällig gefärbte Brust ist während der Balz eine Drohgebärde, vor allem, wenn man den Kehlchen ein Büschel roter oder grüner Federn zeigt („Grzimeks Tierleben“).

Für den Verfassungsschutz eine weitere Bestätigung rechter Gesinnung. Ein AfD-Sympathisant aus Thüringen soll sogar ein Braunkehlchen dressiert haben, um linke Demos zu stören – also so eine Art „Vogelschiss“-Kommando. Das geht natürlich gar nicht. Der Inlandgeheimdienst ist alarmiert, darf deshalb jetzt auch offiziell V-Leute einsetzen, um die AfD auszuspionieren. Diese zweibeinigen Sänger, die aufrechte Bürger verpfeifen, nennt man auch Staatstrojaner oder Spitzel. In jetzigen Zeiten mit schwerwiegenden Einschränkungen erhält da der Refrain eines Vogelgesangs noch eine aktuelle, modernisierte Bedeutung: „Komm doch, lieber Frühling… komm doch bald vorbei, jag BfV, Antifa und Angela fort, mach das Leben und unser Land wieder meinungsfrei“.

P.S.: Nur das artverwandte Rotkehlchen, auch vom Aussterben bedroht, wird vorerst nicht beobachtet. Der Umwelt-Ausschuss der SPD ist strikt dagegen. Und natürlich auch Greta.  

Buch-Rezension
in Junge Freiheit

Im Literaturteil wurde mein Buch „Die AfD-Story“ besprochen: